Coaching-Newsletter Dezember 2002

1. Tests und Software im Coaching

Immer mehr Testverfahren werden auch als Software-Variante angeboten. Der Vorteil gegenüber den Papier-und-Bleistift-Varianten ist offensichtlich: Statt mühsam mit Hilfe von Tabellen und Schablonen Ergebnisse auszuwerten, können die eingegebenen Daten von der Software sofort verarbeitet werden, teilweise kombiniert mit einer umfassenden schriftlichen Erläuterung, die aus Textbausteinen generiert wird. Der Preis ist zwar i.d.R. wesentlich höher als bei Papierversion, aber so spart der Anwender solcher Produkte Zeit. Was ist nun von solcher Software im Coaching zu halten?

Schaut man sich die gängigen Testverfahren an, die auch als Software verfügbar sind (z.B. in der Testzentrale, http://www.testzentrale.de), so fällt auf, dass neben dem oben dargestellten Nutzen kaum weitere Vorteile geboten werden. Im Coaching kommt die Frage hinzu, wie sinnvoll der Einsatz von Tests überhaupt ist. Zwar können Persönlichkeits- und Leistungstests durchaus zur Auswahl von Personen herangezogen werden. Im Coaching hat man es jedoch mit Einzelfällen zu tun. Dennoch kann es zuweilen hilfreich sein, perönlichkeitsüberprüfende Verfahren einzusetzen, z.B. um sich relativ schnell einen strukturierten Einblick bzgl. eines Klienten zu verschaffen - die entsprechende Freiwilligkeit vorausgesetzt.

Daneben gibt es zu Testverfahren eine Vielzahl ungelöster Fragen, zu denen bisher wenig bis gar keine befriedigenden Antworten vorliegen:
- So verweist z.B. Prof. Dr. Fredmund Malik in seinem Beststeller "Führen - Leisten - Leben" (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3421053707/cr) auf den Umstand hin, dass die Persönlichkeit einer Führungskraft viel zu sehr beachtet wird, obwohl er keinen nachweislichen Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und dem Erzielen von Resultaten sieht. Nur für Letzteres werden Führungskräfte bezahlt, nicht für eine wie auch immer geartete Persönlichkeit. Dennoch werden immer wieder Persönlichkeitstests eingesetzt.
- Leistungstests messen oftmals nur die Tagesform und sind zudem spezfizisch für Auswahlverfahren, z.B. Assessment-Center. Ein Coaching-Klient wird sich mit Recht fragen, warum er ein "Mini-AC" über sich ergehen lassen muss, wenn er gecoacht werden will. Zudem bleibt fragwürdig, welche Ausagekraft und somit welchen Sinn ein solches Verfahren im Coaching haben kann.
- Feedback-Systeme wie z.B. das 360-Grad-Feedback sind längst nicht so unumstritteten, wie manche Hochglanzbroschüre es glauben machen will. Prof. Dr. Oswald Neuberger hält gar nichts von dieser Methode, da seiner Ansicht nach das Einbeziehen von Vorgesetzten, Mitarbeitern, Kollegen und z.T. auch von Kunden und Lieferanten wenig nutzt, da viele schlechte Feedbacks zusammen nicht ein gutes Feedback ergeben. Zudem dürften sich seiner Ansicht nach die Führungskräfte wie "Gefangene" in einem "Feedback-Käfig" fühlen.
- Berufseignungstests könnten theoretisch in Karriere-Coachings sinnvoll sein. Allerdings stellt sich insbesondere bei Führungskräften die Frage, welches Testergebnis soviel Aussagekraft haben kann, dass es tatsächlich bei einer Karrieentscheidung im Managementbereich von entscheidender Bedeutung ist. Meist spielen hier individuelle Faktoren und Marktbedingungen eine viel entscheidendere Rolle - Faktoren die von einem standardisierten Test eher nicht erfasst werden können.

Die Kernfrage also lautet, was hat der Klient von dem Test zu erwarten? Gibt es einen konkreten Nutzen? Bei kritischer Betrachtung kann man zu dem Ergebnis kommen, dass insbesondere im Coaching als individuelle Beratung der Einsatz und das Ziel eines Software-Testverfahrens genau überdacht werden sollten. Tests können eine Bereicherung des Coachings sein, sie sollten aber nicht überbewertet werden - egal ob in der Papier- oder Softwarevariante.

So sollte es z.B. in der Interpretation von Ergebnissen immer Berücksichtigung finden, an welcher Normstichprobe ein Verfahren geeicht wurde. Viele Persönlichkeitstests stammen aus dem klinischen Bereich. Ihre Aussagekraft für die Zielgruppe "Management" kann daher ggf. als eingeschränkt gültig angesehen werden.
Eine Ausnahme bildet hier das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) (http://www.testentwicklung.de) von Dr. Rüdiger Hossiep und Oliver Mühlhaus von der Ruhr-Universität Bochum. Das BIP hat eine Normstichprobe, die sich aus Fach- und Führungskräften, Hochschulabsolventen und Studierenden zusammensetzt. Zudem existieren für das BIP weitere für die wirtschaftsbezogene Diagnostik relevante Untergruppen. Das Einsatzgebiet des BIP sind Personalauswahl und -entwicklung sowie Hilfestellung bei Berufs- und Karriereberatungen. Auch das BIP steht als Papier- und Software-Varianten zur Verfügung, für 25 Euro kann das Verfahren unter folgender Adresse zur eigenen Standortbestimmung angefordert werden:
http://www.testentwicklung.de/anforderungscoupon.html

Nur auf CD-Rom erhältlich ist das Testverfahren "Scan-up". Es wurde in über 20 Jahren Forschungstätigkeit von Prof. Dr. Julius Kuhl von der Universität Osnabrück entwickelt und basiert u.a. auf Ergebnissen der Hirnforschung. Mit Hilfe von ca. 350 Fragen werden Soft-Skills wie z.B. Durchsetzungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Motivationskompetenzen, Selbstmanagement uvm. erfasst. Der Test wird von dem Start-up-Unternehmen scan.up AG (http://www.scan-up.de) vertrieben. Das Verfahren ist für die Selbstanalyse, Personalauswahl, Karriereberatung und Teamarbeit geeignet.

Durch die reine Digitalisierung von Tests und Methoden ist oftmals versäumt worden, die eigentlichen Stärken von Computern zu nutzen, z.B. die Berechnung hochkomplizierter Daten und die Strukturierung komplexer Zusammenhänge. Da die meisten Programme diese Möglichkeit nicht nutzen, ist eine der wenigen neuentwickelten Ausnahmen um so bemerkenswerter, zumal sie sich nutzbringend im Coaching einsetzen lässt:

Die Software "nextcoach" (http://www.nextpractice.de/tools/nextcoach/default.asp), entwickelt von dem NextPractice-Team um Prof. Dr. Peter Kruse aus Bremen, nutzt nicht nur eben diese spezifischen Stärken eines Computers, sie wäre auch ohne einen Computer praktisch nicht möglich und stellt somit eine der wenigen echten Innovationen dar.
Das Programm nextcoach ist in der Lage, sehr schnell und präzise (auch hochkomplexe) Beziehungssysteme zwischen Personen zu visualisieren. Dabei benötigt das Programm keine einengenden Vorannahmen bzgl. der Eigenschaften, die man Personen zuschreibt, sondern dies wird vom Klienten festgelegt und von der Software systematisch umgesetzt und strukturiert dargestellt. Das Programm wird dabei von dem Coach bedient (nicht von dem Klienten) und das Ergebnis erlaubt es, die subjektive Wahrnehmung des Klienten als 3D-Grafik abzubilden.

Innerhalb von 30-45 Minuten kann so durch die computergestützte Befragung ein Abbild der Umgebung des Klienten geschaffen werden. Das Ergebnis ist - im Gegensatz zur klassischen Aufstellungsarbeit - ein dreidimensionaler Raum, gefüllt mit Personen und Eigenschaften.

Mein persönliches Fazit: "nextcoach" gehört zu den wenigen Softwareprodukten, die im Coaching wirklich sinnvoll eingesetzt werden können. Das Erfassen der subjektiven Wahrnehmung des Klienten bzgl. seiner Umgebung hat im bisherigen Praxistest mit Klienten einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Es ermöglicht dem Coach und dem Klienten in vergleichsweise kurzer Zeit die Umgebung des Klienten strukturiert zu erfassen.
Wer die Software kennen lernen möchte, kann eine kostenlose Demo-Version bestellen (http://www.nextpractice.de/tools/nextcoach/default.asp).

Um den sinnvollen Einsatz im Coaching zu vermitteln bietet das Team von Prof. Dr. Kruse in Zusammenarbeit mit mir ein zweiteiliges Seminar an (2 x 2 Tage). Das Seminar findet am 11.-12.04.2003 (Freitag-Samstag) und am 13.-14.06.2003 (Freitag-Samstag) in Bremen statt. Im dem Gesamtpreis von 1.380 Euro (690 Euro pro Block) zzgl. USt. ist auch eine Einjahreslizenz für das Programm nextcoach enthalten. Ansprechpartnerin für Anmeldungen ist Frau Melina Ahlers, für Rückfragen Frau Julia Meyzis, die telefonisch beide über 0421 - 33 55 880 zu erreichen sind.

Links zum Thema

Testzentrale
http://www.testzentrale.de

"Führen - Leisten - Leben " von Prof. Malik
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3421053707/cr

Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP)
http://www.testentwicklung.de 
http://www.testentwicklung.de/anforderungscoupon.html

Scan Up
http://www.scan-up.de

nextcoach
http://www.nextpractice.de/tools/nextcoach/default.asp


2. Coaching im Bereich Organisationen (Teil II)

Von Dr. Bernd Schmid

Coaching als Markt
Fangen wir mit dem möglichen Aufbau einer Marktposition im Coaching an - und gleich damit, was fast nie funktioniert, nämlich Direkteinstieg und Kaltstart: Ausbildung machen, Zertifikat erwerben, Prospekt rausschicken und Coaching-Kunden gewinnen.
Coaching ist selten das Hauptprodukt von Anbietern, sondern wird eher im Zusammenhang mit anderen Dienstleistungen und Arbeitsbeziehungen angeboten und nachgefragt. Coaching als alleinige Tätigkeit wäre auch wirtschaftlich riskant, da Coaching-Umsätze schlecht kalkulierbar sind bzw. bei Sparprogrammen in Unternehmen leicht einbrechen können.

Insgesamt ist der Coaching-Markt vermutlich deutlich kleiner als dies viele Personen derzeit erhoffen. Dies gilt für Coaching als Beratung unter vier Augen. Anders sieht es aus, wenn von Coaching als in andere Tätigkeiten integrierte Fachkompetenz die Rede ist. Hier entsteht ein Zukunftsmarkt. Gesellschaftlich gesehen wäre auch ein aufgeblähter Coaching-Markt genauso wenig wünschenswert wie Psychotherapie für Jedermann. Die Kultur der Organisationen muss sich soweit entwickeln, dass die meisten Qualitäten von Coaching in den Alltag der Organisationsgeschehnisse integriert sein werden. Kollegiale Fallberatungen und beratungsorientierte Lernmethoden seien hier als aufkommende Bewegungen erwähnt.
Coaching als extra vergütete Einzelberatung wird zwar für spezielle Funktionsträger und Anlässe auch in Zukunft nachgefragt werden, aber nur bei speziell qualifizierten und im Organisationsbereich versierten Beratern.

Einstieg in den Coaching-Markt
Für Einsteiger entwickelt sich Coaching-Nachfrage meist allmählich aus anderen Arbeitsbeziehungen. Zum Beispiel arbeitet ein Trainer immer personenorientierter. Wenn sich die Teilnehmer angesprochen fühlen, suchen sie nebenbei immer häufiger persönlichen Rat. Schließlich wird ihnen dieser wichtig genug, dass sie bereit sind, auch offiziell Coaching nachzufragen und vielleicht sogar im Unternehmen für Coaching Unterstützung zu mobilisieren. Zunächst ist entscheidend durch solche Gespräche persönlich zu berühren. Dennoch wird bald deutlich, dass eine professionelle Qualifikation notwendig ist, um auch in schwierigeres Situationen weiter zu wissen und in komplexen Zusammenhängen eine Identität als Coach zu entwickeln. Selbst dort wo Kenntnisse im Organisationsbereich vorhanden sind, ist es nicht ohne weiteres möglich, diese im Coaching angemessen einzubringen und für die Klienten nutzbar zu machen. Kenntnisse müssen aus bekannten Rollen- und Zuständigkeitsverständnissen herausgelöst und in ein Beraterselbstverständnis und entsprechende Vorgehensweisen integriert werden.

Horizonte für Coaching-Weiterbildungen
Am Institut für systemische Beratung, (ISB Wiesloch-Zürich) bieten wir seit 1996 spezielle zweijährige Coaching-Curricula an. Anfänglich konzentrierten wir uns - durch das Leitbild des Vieraugengesprächs geprägt - auf Beratungskompetenz im Sinne des Drei-Welten-Modells und auf Gesprächsmethodik. Supervision von Coachingpraxis und kollegiales Lernen bezüglich Coachingfragen stellten dabei einen wesentlichen Bestandteil unserer Systemischen Didaktik dar. Es stellte sich aber heraus, dass viele Teilnehmer sich zwar für eine berufliche Entwicklung als Coach interessieren, jedoch gegenwärtig in anderen Funktionen tätig sind und eine praktische Tätigkeit als Coach gar nicht oder eher am Rande möglich scheint. Dadurch wurde das Zusammenspiel von Berufsalltag und Seminarlernen schwierig. Die meist hoch belasteten Professionellen waren vor und nach den Weiterbildungsseminaren in ganz anderen Situationen gefordert, als solche, auf die sich die Weiterbildung bezog. Zwar war alles hochinteressant, doch das Gefühl für Relevanz im konkreten Berufsleben wollte sich nicht bei allen so überzeugend einstellen, dass der Stellenwert der Weiterbildung gesichert blieb.

Wir errichteten deshalb neben dem Fokus Coaching den Fokus Teamentwicklung, weil jeder in und mit Teams arbeitet. Viele der gelernten Kompetenzen konnten nun auf Umgang mit Menschen in Teams ausgerichtet und damit der Zusammenhang zum Berufsalltag leichter hergestellt werden. Außerdem wurde das Spektrum, wofür sich die Weiterbildung lohnt, durch den erweiterten Horizont wesentlich erweitert. Verstärkt wurde auch der Ansatz, Coaching als Perspektive zu nehmen, als besondere Qualifikation im Umgang mit Menschen in Organisationen. Ein Beispiel für Themen hierzu wäre "Lebenszyklusorientierter Umgang mit Mitarbeitern". Diese Kompetenzen brauchten die im Coaching Tätigen sowieso, weil dies die Themen ihrer Klienten als Betroffene sind. Doch auch Andere können mit solchen Themen viel persönlich anfangen und in ihren gegenwärtigen Funktionen berücksichtigen. Außerdem können sie sich mit diesen Perspektiven in Maßnahmen der OE, PE und Kulturentwicklung einbringen, auch ohne eine Rolle als Coach zu haben.

Wir hatten schon immer den Anspruch, Coaching integriert in oder zumindest vernetzt mit OE- und PE-Projekten zu vertreten. Allerdings steckt die Entwicklung generell hier noch in den Kinderschuhen. Nicht nur, dass es noch wenige Konzepte auf Seiten der Coaching-Fachleute gibt, wie solche Vernetzungen praktiziert und gelehrt werden sollen. In der Organisationspraxis gibt es solche Vernetzungen kaum. Bestenfalls wird Coaching als relativ lösgelöste Maßnahme ergänzend hinzugenommen. Man hofft dann auf einen Transfer- und Integrationseffekt über den Klienten. Gelegentlich entsteht Irritation, wenn über das Coaching ein Organisationskulturverständnis und berufliche Haltungen in Organisationen getragen werden, die mangels Passung kontraproduktiv wirken. Eine zu PE- und OE-Strategien passendes Case-Management mit Qualitätssicherung seitens der beauftragenden Organisation gibt es meist gar nicht oder nur in Ansätzen. Wenn Interne genügend davon verstehen, um solche Funktionen wahrnehmen zu können, sind sie leicht versucht, lieber selbst zu coachen. Wenn sie es gut machen, sind sie in kürzester Zeit mit Terminen überlastet und die Drehscheibenfunktion leidet. Daher ist wichtig Kompetenz und Reputation im Coaching nicht an die Coachingtätigkeit allein zu binden. Das Management von Coaching, die stimmige Ankoppelung von Organisationsbelangen und Beraterphilosophien, die Pflege eines Stammes von geeigneten Coaches, das Abklären von angemessenen Anlässen für und die Finanzierung von Coaching durch eine Organisation, die Herstellung sinnvoller Kontrakte mit allen für den Gesamtprozess, dem Coaching dienen soll, entscheidenden Instanzen ist für Qualität und Nutzen von Coaching gleichermaßen wichtig.
In diesem Sinne ist Coaching und sind Coaching-Ausbildungen im Bereich Organisationen weit vielschichtiger als dies bisher im Blickfeld präsent ist.

Am 19.12.2002 startet am Institut für systemische Beratung von Dr. Bernd Schmid das Zusatzcurriculum Coaching.

Institut für systemische Beratung
Leitung: Dr. Bernd Schmid
Schlosshof 3
D-69168 Wiesloch
Tel.: 06222-81880
Fax: 06222-51452
E-Mail: infono spam@systemische-professionalitaet.de
Internet: http://www.systemische-professionalitaet.de

Alle Schriften des Instituts können kostenlos unter folgender Adresse heruntergeladen werden:

http://www.systemische-professionalitaet.de/service/schriften/I+II-studienschriften/index.html


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3. Umfrage für Coachs und Supervisoren

In Zusammenarbeit mit Managementwissen online unterstützt der Coaching-Report eine Online-Befragung von Coachs und Supervisoren. Ziel ist es, fundierte Daten über die Auslastung und das Tätigkeitsfeld von Coachs und Supervisoren in 2002 zu gewinnen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen kostenlos allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden.

Links

MWOnline
http://www.mwonline.de

Direktlink zur Umfrage
http://mwonline.de/db/topics/themenentry.php3?to_parebene=Umfragen+bei+MWonline&db=18

oder über die Homepage des Coaching-Report
http://www.coaching-report.de/   


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4. Das Vorgespräch im Coaching - kostenlos oder...?

Immer wieder stellen Klienten und Coachs die Frage, ob und ggf. wie ein Vorgespräch für ein mögliches Coaching berechnet werden darf. Daher sei darauf hingewiesen, dass es nicht zwangsläufig nötig ist, das erste Gespräch kostenlos anzubieten. Im wesentlichen können dafür zwei Gründe genannt werden: Zum einen kommt es - z.B. bei einem Kurz-Coaching zur Karriereberatung oder bei Krisensitzungen und Konflikten - durchaus vor, dass nur eine Coaching-Sitzung stattfindet. Zum anderen scheint es insbesondere in letzter Zeit und in Ballungszentren Tendenzen zu geben, dass kostenlose Vorgespräche systematisch ausgenutzt werden, um sich über mehrere kostenlose Vorgespräche bei mehreren Coachs faktisch gratis beraten zu lassen.

Entscheidend für die Seriösität eines Anbieters ist daher, dass vor dem ersten Gespräch zwischen dem Interessenten und dem Coach ein klare und einvernehmliche Lösung für die Honorierung getroffen wird. Dies muss nicht zwangsläufig ein kostenloses Angebot sein. Ein sinnvolles Modell ist z.B., ein Vorgespräch nicht kostenlos anzubieten, die Kosten jedoch auf ein Coaching anzurechnen, sofern sich der Interessent für das Coaching entscheidet.
Natürlich muss jeder Coaching-Anbieter diese Entscheidung für sich selbst treffen. Wer also kostenlose Vorgespräche weiter anbieten kann und will, weil er oder sie z.B. keine Kurz-Coachings anbietet oder bisher keine negativen Erfahrungen mit Klienten gemacht hat, sollte dies auch weiterhin tun.


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5. Coaching-Ausbildungen ab 1. Januar

Coaching-Ausbildungen, die im Zeitraum vom 1.-31. Januar 2003 starten (die folgende Anbieterliste kann auch online mit Links zu den Ausbildungsinhalten unter folgender Adresse abgerufen werden: http://www.coaching-index.de/time_search.asp):

 

ias Institut für angewandte Sozialwissenschaften
Ausbildungsbeginn: 01.01.03
Ausbildungstitel: 1. Supervision, Teamentwicklung Coaching
2. Coaching und Organisationsentwicklung
CH-7304 Maienfeld
Kosten: Zirka Fr. 4000.- (Euro 2600.-) pro Semester, inkl. Unterlagen und 50 Lehrsupervisionssitzungen, inklusive Verfahren im Zusammenhang mit Diplomierung und Abschluss, exkl. Aufenthaltskosten an den Blockseminaren. Fr. 250.- für das Aufnahmeprozedere.
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=134

 


Kaszmek & Partner
Ausbildungsbeginn: 10.01.03
Ausbildungstitel: Kompaktausbildung zum Coach
D-52393 Hürtgenwald
Kosten: 5.500,00 Euro, zzgl. Mehrwertsteuer; zusätzlich entstehen Unterkunfts- und Verpflegungskosten. Vorgespräch bzw. Einzelsupervision je Zeitstunde 100,00 Euro zzgl. Mehrwertsteuer.
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=30

 

BTS Gesellschaft für Organisationsberatung, Training und Supervision
Ausbildungsbeginn: 13.01.03
Ausbildungstitel: Systemisches Coaching
D-68199 Mannheim
Kosten: 4.000 Euro zzgl. MwSt. (ohne Lehrberatungen)
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=108

 

PEF Privatuniversität für Management GmbH
Ausbildungsbeginn: 17.01.03
Ausbildungstitel: Managing for Solutions
A-1040 Wien
Kosten: Euro 3.900,-- (inkl. MwSt)
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=156

 

Coaching Pool GmbH
Ausbildungsbeginn: 18.01.03
Ausbildungstitel: Basisausbildung
Coaching und Leadership
D-80000 München
Kosten: Seminarpreis 3400,- Euro zuzgl. 544,- Euro MwSt.,
darin enthalten sind 6 Stunden Einzelcoaching bei den Ausbildungsleitern oder einem professionellen Coach im wert von ca. 1000 Euro
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=138

 

Die Coaches
Ausbildungsbeginn: 20.01.03
Ausbildungstitel: Leadership- und Coachkompetenz für Führungskräfte und HighPotentials
D-50672 Köln
Kosten: 5.625 Euro zzgl. MwSt.
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=11

 

Dr. Karl Werner Ehrhardt
Ausbildungsbeginn: 21.01.03
Ausbildungstitel: Freiberuflicher Mentalcoach
D-95632 Wunsiedel
Kosten: 20.000 Euro zzgl. MwSt.
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=147

 

NLP- & Coaching-Institut Berlin
Ausbildungsbeginn: 22.01.03
Ausbildungstitel: Coachausbildung
D-10777 Berlin
Kosten: 1.030.- Euro inkl. MwSt., oder 6 x 190.- Euro
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=94

 

intercoaching ag
Ausbildungsbeginn: 22.01.03
Ausbildungstitel: Ausbildung zum Management-Coach
D-89231 Neu-Ulm
Kosten: 5016 Euro (1672 Euro pro Semester) exkl. MwSt.
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=134

 

Institut Systeme Lang & Partner
Ausbildungsbeginn: 24.01.03
Ausbildungstitel: "Ericksonsche Hypno-Systemische Kommunikation" M.E.G.
D-53000 Bonn
Kosten: A1/A2 (Kompakt) 340 Euro
G1 290 Euro
G2-G8 225 Euro
40 Std. Supervision
(5 Std. à 100 Euro) 800 Euro
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=154

 

COATRAIN coaching & personal training GmbH
Ausbildungsbeginn: 24.01.03
Ausbildungstitel: Business-Coach
D-21029 Hamburg
Kosten: 7140 Euro inkl. MwSt.
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=125

 

Dr. G. Fatzer + Partner
Ausbildungsbeginn: 27.01.03
Ausbildungstitel: Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung
CH- Diverse Veranstaltungsorte
Kosten: Fr. 5 500.- pro Semester, inkl. Unterlagen und 40 Lehrsupervisionssitzungen, exkl. Aufenthaltskosten an den Blockseminaren.
Fr. 400.- für das Aufnahmeinterview
Fr. 1 700.- für das Verfahren im Zusammenhang mit Diplomierung und Abschluss
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=75

 

CoachingColleg
Ausbildungsbeginn: 27.01.03
Ausbildungstitel: Workshop "Die Führungskraft als Coach"/ Coaching-Grundlagen für Führungskräfte
Kosten: 1180.- Euro inkl. MwSt. und Seminarpauschale (Verpflegung, Getränke)
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=159

 

IAP
Institut für Angewandte Psychologie, Zürich
Ausbildungsbeginn: 29.01.03
Ausbildungstitel: Diplom-Ausbildung Supervision und Coaching in Organisationen
CH-8032 Zürich
Kosten: Die Kosten für die fünfsemestrige Ausbildung betragen SFr. 4425.-- pro Semester, inklusive umfangreicher Unterlagen, Kolloquien, 80 Lehrsupervisionsstunden und einer abschliessenden Einzelsupervisionssitzung am Schluss der Ausbildung. Die Kosten für Reise und Aufenthalt an den residentiellen Seminaren gehen zu Lasten der Teilnehmer/Teilnehmerinnen.
Für die ganze Ausbildung ist mit ca. SFr. 750 für Standardwerke der Supervisionsliteratur und ihrer Grenzgebiete zu rechnen.
Die Gebühr für das Aufnahmeverfahren beträgt SFr. 400 und die Gebühr für das Diplomierungsverfahren SFr. 1800.
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=86

 

TeraTrain GmbH
Ausbildungsbeginn: 29.01.03
Ausbildungstitel: Innerbetriebliche Coachs als Katalysator für Veränderungsprozesse
D-90453 Nürnberg
Kosten: Basistraining für EURO 3150,- zzgl. MwSt.
In diesem Preis sind enthalten: ausführliche Trainingsunterlagen, digitalisiertes Fotoprotokoll der erstellten Visualisierungen, Zertifikat, Getränke und Verpflegung während des Trainings.
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=114

 

Lust auf Zukunft
Ausbildungsbeginn: 31.01.03
Ausbildungstitel: NLP-Master-Training Schwerpunkt Coaching
D-33659 Bielefeld
Kosten: 2400 Euro. Keine Umsatzsteuer.
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=143

 

CoachPro(R). Perspektivenwechsel GmbH und Horst Rückle Team GmbH
Ausbildungsbeginn: In jedem Monat werden neue Absolventen aufgenommen
Ausbildungstitel: Individual Business Coaching Ausbildung
Die Ausbildung findet in Augsburg und Böblingen statt.
Kosten: 6.250 Euro (zzgl. 16% MwSt)
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=15

 

JANUS GmbH & Co., KG
Ausbildungsbeginn: laufend
Ausbildungstitel: Studiengang Coaching
(Diverse Veranstaltungsorte in Bayern)
D-82110 Germering
Kosten: unterschiedlich, in Abhängigkeit von gewählten Seminaren und Status
(Privat- oder Firmenkunde); Normalpreis 9.235,00 Euro für Firmenkunden und 4.618,00 Euro für Privatkunden
http://www.coaching-index.de/user_details.asp?userid=9

Die Coaching-Ausbildungs-Datenbank (http://www.coaching-index.de) verzeichnet inzwischen 146 Anbieter mit 172 Ausbildungsgängen.

Bitte informieren Sie Anbieter, die noch nicht im Coaching-Index eingetragen sind. Für einen (kostenlosen) Eintrag im Coaching-Index sind lediglich folgende Daten an info@rauen.de zu mailen (bei Aktualisierungen müssen natürlich nur die entsprechenden Änderungen gesendet werden.):

- Den vollständigen Namen und Anschrift (möglichst mit E-Mail- und Internet-Adresse)
- Titel der Ausbildung
- AusbildungsleiterInnen /-Qualifikation (Berufsausbildung)
- Beginn der Ausbildung (Datum)
- Teilnehmerzahl (min/max)
- Kosten (in Euro, bitte angeben, ob inkl. oder zzgl. Mehrwertsteuer)
- Umfang der Ausbildung (Seminartagen und Gesamtstundezahl)
- Zeitrahmen der Ausbildung (Anfang bis Ende, Dauer in Monaten)
- Ausbildungsort(e) (bitte mit PLZ und Bundesland bzw. Kanton)
- Zielgruppe/Teilnehmervoraussetzungen
- Ausbildungsinhalte
- Ggf. Besonderheiten, sonstiges
- Referenzen
- Gründungsjahr (der Ausbildung / der Ausbildungseinrichtung)

Ein entsprechendes Aufnahmeformular finden Sie unter

http://www.coaching-index.de/aufnahmeformular.doc

Aufnahme in die Coaching-Ausbildungsdatenbank

Details zur Aufnahme in die Ausbildungsdatenbank finden Sie unter der folgenden Adresse:
http://www.coaching-index.de/mitgliedschaft.html


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6. Impressum/Copyright

Verantwortlich im Sinne des Presserechts und des Telemediengesetzes:

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